Grönland

Lange bevor Donald Trump ein Auge auf Grönland geworfen hat, habe ich die riesige Eisinsel im Nordatlantik als Individualtourist bereist. Weil es so wahnsinnig teuer ist, nur für eine Woche. Die, aus meiner Sicht bewährte, Reiseroute findest Du hier.

Wie man überhaupt nach Grönland kommt, welche Transportmöglichkeiten es vor Ort gibt (Mietwagen schon mal nicht…) und wie es mit Unterkünften aussieht, habe ich auch beschrieben.

Eigentlich bestand meine Grönlandreise nur aus Highlights. Trotzdem war die zweitägige Tour auf das Festlandeis beim Russels-Gletscher etwas ganz Besonderes. Das Eis war anfangs allerdings nicht so blütenweiß, wie ich mir es vorgestellt hatte, aber einmal im Leben in Zelten auf dem Eis zu übernachten – wenn Du die Möglichkeit dazu hast, mach es!

Weil auf Reisen nicht immer alles glatt läuft, bin ich für eine Nacht in Aasiaat gestrandet. Aber eine Zufallsbegegnung führte dazu, dass ich ein paar Schlittenhunde-Welpen kennenlernen durfte und und zum Abendessen mit grönländischen Spezialitäten in einem Privathaus landete. Mit was für Herausforderungen ich da zu kämpfen hatte (Stichwort: Robbenfleisch und knubblige Haut), kannst Du hier nachlesen.

Wolltest Du schon immer mal eine Hundeschlittenfahrt machen, bist aber kein Fan davon, im Winter nach Nordskandinavien zu fahren? Nun, dann wäre Grönland auch zu Midsommarzeiten eine Alternative. Dort habe ich mich auf Qeqertarsuaq, auch Disko-Insel genannt, auf dem Hochplateau des Lyngmarksbræ von Hunden über das antauende Eis ziehen lassen. Olfaktorisch war das kein Vergnügen, aber mit diesen nur halb domestizierten Hunden unterwegs zu sein, war unvergesslich.

Ilulissat ist wohl die touristische Hauptstadt von Grönland. Von hier aus kann man unzählige Ausflüge an den Eisfjord Kangia (immerhin Natur-Weltkulturerbe der UNSECO), oder auch (im Sommer) mitternächtliche Bootsfahrten durch die Bucht an Eisbergen entlang oder zum Eqi-Gletscher machen. Hier „kalben“ Eisberge, die dann durch den Fjord aufs offene Meer hinaus treiben.